Alte Handys sind mehr als Müll – der NABU macht was draus

Die Weihnachtszeit steht an und seit Mitte Herbst kommen immer neue Handymodelle auf den Markt. Wer, wie ich, den Wunsch hat, immer am neuesten Modell dran zu bleiben – zumindest für die nächsten 24 Monate 😉 – hat schnell eine Sammlung von Handys Zuhause. Ihr könnt eure Handys natürlich aufteilen und eines am Mann oder an der Frau tragen, eines ins Auto legen, ein weiteres in die Werkstatt oder in die Sporttasche usw., aber die Sinnhaftigkeit geht irgendwann verloren. Verschenken kann man sie nicht immer, weil es vielen Leuten geht, wie mit Klamotten, sie müssen ‚passen‘.

defektes Handy

Im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert – ein altes Handy © Marvin Siefke/pixelio.de

Wer ein wenig mehr über Handys kennt als die Kompatibilität zu sozialen Netzwerken, der hat bereits Begriffe wie ’seltene Erden‘, Gold, Palladium oder Kupfer im Zusammenhang mit Handys gehört. Diese Rohstoffe sind in Handys nämlich unter anderem verbaut und gleichzeitig nicht so einfach wiederzugewinnen. Also ist es eine gute Idee, wenn man an seinem Handy nichts verdienen möchte, die ausgedienten Teile dem Recycling zuzuführen. Viele Fachgeschäfte oder Elektronik-Discounter nehmen ausgediente Geräte zurück.

Man kann aber auch etwas für die Umwelt tun, indem man sich an der Handysammelaktion des NABU beteiligt. Über disen Link  kann man die bereits eingerichteten Sammelstellen abrufen, die es in Bundesländern gibt. Auf www.nabu.de/shop gibt es sogar Tüten oder Kartons für kleine und großen Handymengen. Der NABU erhält für jedes Handy 3,- und investiert sie in Naturprojekte wie das Havelprojekt . Bevor nun dein Handy mit seinen teils auch ungesunden Bestandteilen irgendwann auf der Müllhalde landet, kannst du es fachgerecht recyclen lassen und der Umwelt dabei helfen. Durch die Rückführung der verbauten Rohstoffe kann man nebenbei auch die Handypreise beeinflussen. Denn, was nicht ’selten‘ ist, kann auch nicht als solches teuer verkauft werden.