Igel sind nicht hilfsbedürftig!

Der Insektenfresser Igel

Igel nicht so hilflos wie man denkt © B. Jechow  / pixelio.de

Nachdem der Winter jetzt endlich Einzug gehalten hat, suchen viele Igel ihre Winterquartiere auf. Durch die warmen Temperaturen in den letzten Tagen war das bisher noch nicht notwendig, denn es gab noch genügend zu fressen.

Der NABU warnt jetzt eindringlich, dass man auf keinen Fall Igel einsammeln soll. Stattdessen sollte man ihnen Laub- und Reisighaufen zur Verfügung stellen. Es kommt gerade jetzt oft vor, dass der NABU Anrufe bekommt, man hätte einen Igel gefunden, der etwa 700 g wiegt. Was soll man tun? Der NABU sagt hier immer: Nichts! Lassen Sie den Igel an der gefundenen Stelle wieder frei. Die wenigsten Igel brauchen menschliche Hilfe.

Jungigel noch unterwegs

Es sind auch immer noch viele Jungigel unterwegs. Diese stammen aus den Würfen des Spätsommers. Diese Tiere haben es zwar etwas schwerer als ihre Artgenossen aus den Frühsommerwürfen, aber auch hier überleben die meisten Tiere. Bei den meisten Igel-Stationen sind die Kapazitäten erschöpft. Es können keine Tiere mehr aufgenommen werden. Tiere, die jetzt eingesammelt werden, können nicht optimal versorgt werden. In der freien Natur hätten sie die besseren Chancen.

Wie kann man helfen?

Bitte nur Igel einsammeln, die tatsächlich verletzt oder krank sind. Mit diesen Tieren gehen Sie am besten zu einem Tierarzt. Am besten hilft man den Tieren, wenn man im eigenen Garten einen Laubhaufen anlegt und diesen mit dichten Reisigzweigen abdeckt.