Gefahr durch Trojaner – die Schlacht um Ihre persönlichen Daten

Trojaner und Datenklau - heute leider Alltag

Trojaner und Datenklau – heute leider Alltag © Antje Delater / pixelio.de

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Wie bereits aus der historischen Geschichte bekannt, bedeutet der Begriff „Trojanisches Pferd“ bzw. „Trojaner“ in der Regel nichts Gutes. Es wird also etwas Nützliches oder Schönes vorgegaukelt, das jedoch enormen Schaden anrichten kann und es bei entsprechender Nutzung auch anrichten wird.

Was bedeutet der Begriff „Trojaner“ im IT-Bereich?

Trojanische Pferde oder kurz genannt Trojaner sind Programme, die immer eine schädliche Funktion enthalten. Und das meistens erst auf den zweiten Blick. Denn Anwender aktivieren einen Trojaner meist unwissentlich, indem sie sich beispielsweise eine für sie nützliche kostenlose Software downloaden oder einen E-Mail-Anhang öffnen. Sobald dieses geschieht und der Anwender die Erlaubnis zur Installation auf dem jeweiligen Gerät erteilt, startet der Trojaner seine schädlichen Vorgänge. Meistens laufen diese im Hintergrund, ohne bemerkt zu werden.

Wie installiert sich ein Trojaner?

Trojaner entfalten sich nach verschiedenen Mustern und arbeiten grundsätzlich mit Täuschung. Entweder gibt es Programme (oftmals mit einem Dateinamen mit der Endung .exe), die den Trojaner nach einem Start auf dem PC installiert. Daraufhin erscheinen Fehlermeldungen, dass eine bestimmte Datei nicht existent ist, um so das Programm starten zu können. Daraufhin löscht der unbedarfte User dieses für ihn unbrauchbare Programm und bemerkt den Trojaner vorerst nicht. Es gibt jedoch auch clevere Trojaner, die sich in einem nützlichen und brauchbaren Programm verbergen. Sobald dieses installiert wurde, kann es oft einen längeren Zeitraum andauern, bis der Anwender bemerkt, dass sein IT-System infiziert ist. Einige Trojaner installieren sich so auf dem System, dass sie bei jedem Systemstart mit aktiviert werden. Wieder andere starten erst, wenn ein bestimmter Vorgang auf dem IT-Gerät stattfindet.

Welchen Schaden können Trojaner anrichten?

Kurz gesagt: einen immens großen! In der Regel spähen Trojaner nicht nur Benutzerdaten aus, sondern sind auch in der Lage, sämtliche Tastaturfolgen aufzuzeichnen. Alle Daten, die vom Anwender über die Tastatur eingegeben werden, seien es Passwörter oder Benutzernamen, werden gesammelt und nach Login des Users auf zum Beispiel ein Online-Konto unbemerkt an den Autor des Trojaners geschickt. So können auch Online-Banking-Programme überwacht und die Daten an den Hacker übermittelt werden. Er gelangt somit an die für ihn interessanten Daten. Sobald also ein Trojaner Zugriff auf das IT-Gerät hat, ist sein Handlungsspielraum endlos groß und er wird versuchen, die komplette Kontrolle über den PC zu erlangen. Alle Vorgänge auf dem Computer werden so aufgezeichnet und transferiert. Sollte der User auch seine Finanzgeschäfte über den infizierten Computer abwickeln, ist dies besonders gefährlich, da der Trojaner auch Kreditkarten- und Bankdaten versendet. Besonders gefährlich sind die sogenannten Backdoor-Trojaner.

Hierbei handelt es sich um Hilfsprogramme, durch die ein Hacker auf fremde Computer direkt zugreifen und einwirken kann.

Wie kann ich mich und meinen PC vor einem Trojaner schützen?

Grundsätzlich gilt es, keine E-Mail-Anhänge zu öffnen oder Programme auszuführen, bei denen unklar ist, ob sie aus einer sicheren Quelle stammen.

Die Software auf dem PC sollte immer auf dem neuesten Stand gehalten werden. Dies gilt insbesondere für das Betriebssystem und den Internet-Browser. Hacker nutzen gerne bekannte Sicherheitslücken in diesen Programmen, um die Trojaner einzuschleusen. Nutzen Sie also immer die neuesten Updates für Ihre Software inklusive aller notwendigen und aktuellen Patches. Gerade für das Internet und dessen Nutzung sollte immer eine Firewall installiert sein. Sowohl Software- als auch Hardware-Firewalls bringen enorme Vorteile bei der Kontrolle von schädlichem Internetverkehr und halten Trojaner häufig davon ab, auf einen Computer geladen zu werden. Um jedoch wertvolle Daten zu schützen, ist es sicherer, zusätzlich ein Antiviren-Programm oder eines zum Entfernen von Trojanern zu verwenden. Ein solches Programm durchsucht regelmäßig den Computer und stellt sicher, dass sich kein Trojaner auf diesem befindet. Zudem scannt diese Software automatisch alle ausgeführten Programme und Dateien. Jedoch sollte man hier auf bekannte und bewährte Antiviren-Produkte setzen, da es auch kostenlose Software im Internet gibt, die durchaus mit Trojanern infiziert sein kann!

In diesem Sinne: Lassen Sie sich nicht täuschen und sagen Sie Trojanern den Kampf an!