Keine Tierversuche mehr für Kosmetik

Seit dem 11.März 2013 steht es nun fest. Die EU verbietet den Verkauf und den Import von Kosmetik, die mittels Tierversuchen getestet wurde. Das europaweite Verkaufsverbot gilt nicht nur für Kosmetikprodukte und deren Inhaltsstoffe, sondern auch für Rohstoffe, die außerhalb der EU an Tieren getestet wurden. Somit ist die letzte Stufe der 7. Richtlinie zur Änderung der Kosmetik-Richtlinie in Kraft getreten.

Kein Tier muss mehr für Kosmetikprodukte leiden 

Es war ein langer Weg, den viele Tierschutzorganisationen, wie z. B. TASSO gegangen sind, damit keine Tiere mehr für Kosmetikprodukte leiden und sterben müssen. Durch das EU-weite Vermarktungsverbot wird natürlich auch der Druck auf die Länder erhöht, die immer noch Tierversuche für Kosmetik durchführen, denn ihre Produkte dürfen nun nicht mehr auf dem europäischen Markt angeboten werden.

Keine Versuche an lebenden Schweinen durch US-Armee

Zu Trainingszwecken sollten an lebenden Schweinen Versuche stattfinden, damit Sanitäter der US-Armee die Wundversorgung üben sollten. Den Schweinen sollten hierzu Hieb- und Stichverletzungen zugefügt werden, die die Sanitäter versorgen sollten. Dies wäre in den USA, in Norwegen und Schweden Standard – so die Anwältin des Unternehmens.

In der fünfstündigen Verhandlung hatten Sachverständige diese Versuche als überflüssig beurteilt, denn man könnte auch an Dummies üben. Ebenfalls klagten die Experten den Einsatz der Narkosemittel an. Das Mittel wäre nicht für lang anhaltende Versuche geeignet. Daraufhin zog die Firma die Klage zurück.

Tierschützer begrüßen das Urteil

Tierschützer hatten die geplanten Versuche stark kritisiert. Florian Steger, ein Medizinethiker hatte die Versuche als ethisch nicht vertretbar bezeichnet. Den Ausgang des Verfahrens begrüßen somit nicht nur die Tierschützer.