Des einen Freud – des anderen Leid

So manch einer freut sich über den milden Winter in diesem Jahr. Aber ein Winter ohne Frost hat auch seine Tücken.

Zugvögel bleiben hier

Durch die milden Temperaturen sind viele Zugvögel erst gar nicht in ihr Winterlager geflogen. Viele Vögel haben schon lautstark mit der Balz begonnen. So sind zum Beispiel in diesem Jahr die Kraniche nicht nach Frankreich oder Spanien geflogen. Sie blieben hier in Deutschland. Da es bisher keinen wirklichen Frost gab, finden sie mehr als genug Larven und Regenwürmer im Boden.

Insekten leiden ebenfalls unter den Temperaturen

Damit Insektenlarven den Winter überstehen brauchen sie Frost. Ist es aber zu warm und feucht, dann bildet sich Schimmel. Dieser greift die Larven an. Maikäfer, die gegen Pilze abgehärtet sind, haben weniger Probleme mit dem warmen Wetter. Hatten wir im letzten Jahr schon eine große Population an Maikäfern, so werden wir dieses Jahr noch mit deutlich mehr rechnen können. Die Hauptnutznießer des warmen Wetters sind Zecken. Sind diese sonst erst ab März unterwegs, trifft man sie in diesem Jahr schon jetzt im Januar. Solange das Thermometer auch nicht unter 10 Grad fällt, kann das Wetter diesen Plagegeistern auch nichts antun.

Allergiker leiden früher

Auch die Allergiker haben mit den warmen Temperaturen zu kämpfen. Für sie beginnt die Leidenszeit dieses Jahr deutlich früher, denn bereits jetzt sind die ersten Haselnuss- und Erlenpollen unterwegs. Auch die Birke wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Aber der Winter kommt

Nach aktuellen Wettervorhersagen, ist noch an diesem Wochenende mit einem Wintereinbruch zurechnen. Und laut den Prognosen soll er uns auch eine längere zeit erhalten bleiben. Warten wir einfach mal ab, was passiert.